Inhalt: Abraham

  • Abraham: erste Hälfte des 2. Jahrtausends; Stammvater der Juden und Araber
  • Abraham hat zwei Söhne: den unehelichen Ismael (von dem sich die Araber ableiten) und Isaak (von dem die Juden ihre Herkunft herleiten)
  • Oberhaupt einer Sippe, die als viehzüchtende Nomaden am Rand des mesopotamischen Kulturlandes lebte. Ursprünglich polytheistisch
  • Gott schliesst mit Abraham einen ewigen Bund, dessen äusseres Zeichen die Beschneidung ist.
  • Gehorsam ist wichtig - Abraham hätte sogar seinen eigenen Sohn Isaak getötet für Gott (vgl. Bild)
  • Abraham habe mit Ismael die Kaaba (höchstes Heiligtum der Muslime) gegründet
  • Abraham hatte mit der ägyptischen Magd Hagar einen Sohn Ismael. Abrahams Frau Sara hat Angst, dass ihr gemeinsamer Sohn Isaak um sein Erbe gebracht würde und bringt Abraham dazu, Hagar zu verstossen. Der verstossene Ismael wurde zum Stammvater aller Araber, Isaak zum Stammvater der Juden
Abraham will Isaak töten

Zitat von Peter Scholl Latour in "Lügen im heiligen Land" S. 175, 176, 178: "Der Patriarch, der Erzvater, war in grauer Urzeit aus Ur in Chaldäa aufgebrochen und vom Gott Jahwe in das Land Kanaan geführt worden, das man heute Palästina nennt. Abraham hatte von seiner Frau Sara einen Sohn, Isaak. Isaak zeugte Jakob, der nach seinem Kampf mit dem Engel "Israel" gerufen wurde. Auf diesen Stammvater Jakob-Israel führen die Juden ihren Ursprung als Volk zurück. Abraham, den die Muslime Ibrahim heissen, hatte von seiner Magd oder Nebenfrau Hagar einen zweiten Sohn, den er Ismael nannte. Im fernen westarabischen Hedschas, dort wo die heiligen Stätten von Mekka verehrt werden, erbaute Ibrahim dem Koran zuvolge gemeinsam mit Ismael das Haus Allahs, "Beit Allah", über dem schwarzen Meteoriten der Kaaba. Heute noch erinnert das Ritual der Mekka-Pilger an jene Episode aus dem Leben des kleinen Ismael, als er mitsamt seiner Mutter Hagar - von Abraham auf Betreiben der eifersüchtigen Sara verstossen - in der Wüste zu verdursten drohte. Damals entdeckte Hagar nach verzweifeltem Suchen - das die Mekkapilger in vorgeschriebenem Laufschritt nachahmen - die Quelle Zem-Zem, die ein von Allah gesandter Engel aus dem Felsen sprudeln liess. Der biblischen und der koranischen Tradition zufolge gilt Ismael als der Stammvater der Araber.
Der Koran deutet ebenfalls an, dass Ibrahim in Mekka von Gott aufgefordert worden war, das Opfer seines Sohnes - Ismael oder Isaak, das bleibt umstritten - zu vollziehen, und dass er den Teufel, den Scheitan, der ihn zum Ungehorsam verleiten wollte, durch Steinwürfe vertrieb. Das Ersatzopfer des Hammels, den der Stammvater anstelle des eigenen Sohnes schlachtete, nachdem wiederum ein Engel ihm Einhalt geboten hatte, brachte er jedoch im Bereich des salomonischen Tempels von Jerusalem dar, auf jenem Felsen, über dem sich heute die goldene Kuppel der Omar-Moschee wölbt. - Ibrahim, so betont der Koran, war weder Jude noch Christ, sondern "Hanif", ein inspirierter Gläubiger an den einzigen Gott. Der Bibel zufolge haben Isaak und Ismael zum Zeichen der Versöhnung ihren Vater schliesslich gemeinsam in Hebron bestattet, wo der Patriarch zu Lebzeiten mit seinen Herden kampiert und dem Hethiter Ephron die künftige Grabstätte abgekauft hatte. Dennoch heisst es im ersten Buch Mose von Abraham: "Er blieb ein Fremdling im Land der Philister."
Möge der Gott Abrahams - ober nun unter dem Namen Allahs, Jahwes oder der Dreifaltigkeit verehrt wird - das Heilige Land vor dem Schicksal Hebrons bewahren! Was König Salomo einst als List erfand, um eine der verfeindeten Mütter der Lüge zu überführen - nämlich die Teilung des umstrittenen Säuglings -, das ist den Unterhändlern der Abkommen von Oslo und Taba als Besitzregelung für die Patriarchenstadt eingefallen. Sie ist zerstückelt worden in einen palästinensischen H1- und einen israelischen H2-Sektor. Vier Fünftel Hebrons fielen den 120'000 muslimischen Einwohnern zu, ein Fünftel bleibt den rund 400 jüdischen Zeloten vorbehalten, die sich im Umkreis des Beit Hadassah und des Hügels Tel Romeida verbarrikadiert haben. Um diese aberwitzige Formel durchzusetzen, ist Netanjahu auf die dubiosen Bedingungen der Schas-Partei eingegangen und hat seine Existenz als Regierungschef aufs Spiel gesetzt." ... "Seitdem haben sich etwa vierhundert ultra-orthodoxe Eiferer in dieser Exklave festgekrallt. Viele von ihnen stammen aus den USA. Es ist generell bemerkenswert, dass in den exponiertesten jüdischen Vorposten auf der West-Bank Neu-Einwanderer aus Nordamerika meist den Ton angeben, sich durch rüde Manieren hervortun und in Eretz Israel wohl eine Art orientalischen Wildwest-Ersatz gefunden haben."



Sind die Paschtunen Juden?


Abraham soll der Urvater sowohl der Juden als auch der Araber sein - den zwei Erzfeinden. Handelt es sich beim Nahostkonflikt also um einen Brüderstreit? In der Zeitschrift "Tachles" vom 19. Oktober 2001 steht ein interessanter Artikel:
Das Volk Israel habe 10 Stämme verloren, einer davon könnten die Paschtunen (grösste Ethnie Afghanistans) sein. Er sieht folgende Hinweise:
Eine interessante These - deren Wahrheitsgehalt ich nicht prüfen kann.