Inhalt: Feudalismus / Lehnswesen


König vergibt Grundbesitz und Ämter gegen Amts- und Kriegsdienste an Kronvasallen (z.B. Herzöge, Grafen, Bischöfe etc.- Grundherren)
Grundherren oder Lehnsleute verleihen Land und Ämter gegen Amts- und Kriegsdienste an ihre Aftervasallen (Ritter, Äbte, Dienstmannen etc.)
Ritter  schützen Bauern, Unfreie, geben ihnen Land zur Bearbeitung und erhalten Naturalabgaben und Arbeitsdienste

Text aus Brockhaus: "Bezeichnung für eine Form der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Ordnung, in der eine adlige Oberschicht vom Herrscher lehnsrechtlich mit Grundherrschaft sowie politischen und gesellschaftlichen Vorrechten ausgestattet wird. In West- und Mitteleuropa zeigte sich der Feudalismus im Hoch- und Spät-MA. in einer durch das Lehnswesen geprägten Gesellschaftsordnung. Durch die feudale Grundherrschaft erlangte hier die Oberschicht die volle Überlegenheit über die anderen Schichten, die teils in weitere feudale Stufen geordnet waren, teils als Untertanen (Hintersassen, Hörige, Leibeigene) ausserhalb des eigentlichen Lehnsverbandes standen. Die der obersten feudalen Gruppe nachgeordneten Schichten befanden sich zum Herrscher nur in einem mittelbaren Rechtsverhältnis. Eine strenge Hierarchie von Treuebeziehungen hielt dieses System zusammen."